September und Oktober sind für viele Reisende aus Österreich die vernünftigste Zeit des Jahres: Das Meer ist noch warm, die Tage sind oft stabil, und an vielen Zielen sinkt das Preisniveau spürbar, ohne dass die Reisequalität im gleichen Ausmaß nachgibt. Gerade ab Wien lassen sich in dieser Phase zahlreiche Mittelmeerziele gut erreichen. Wer flexibel bei Wochentagen, Hotelkategorie und genauer Lage ist, bekommt häufig das beste Verhältnis aus Wetter, Ruhe und Budget.
Warum die Nebensaison im Frühherbst so gut funktioniert
Der große Vorteil dieser Wochen ist nicht nur der Preis, sondern die Gesamterfahrung. Strände sind leerer, Mietwagen leichter verfügbar, Restaurants weniger überlaufen, und Ausflüge werden angenehmer, weil die größte Hitze vorbei ist. Gleichzeitig bleibt das Grundversprechen eines Sommerurlaubs oft erhalten: draußen essen, baden, lange Abende, wenig Regenphasen. Natürlich gibt es keine Wettergarantie, doch statistisch ist die Trefferquote in vielen Regionen hoch genug, um bewusst auf diese Reisezeit zu setzen statt auf den teuersten Sommerblock.
Kreta und Rhodos: sichere Bank für späten Badeurlaub
Die griechischen Inseln im südlichen Ägäischen Raum gehören zu den verlässlichsten Picks für September und oft auch noch für den frühen Oktober. Kreta punktet mit Größe, guter touristischer Infrastruktur und genug Vielfalt zwischen Strand, Tavernen und kleinen Bergdörfern. Rhodos ist kompakter und praktisch für Reisende, die kurze Wege mögen. Beide Ziele eignen sich ab Wien besonders gut für eine klassische Woche Sonne. Preislich wird es im Frühherbst meist entspannter als im August, während das Meer vielerorts noch ausgesprochen angenehm bleibt.
Zypern: wenn man den Sommer bewusst verlängern will
Wer möglichst hohe Wetterwahrscheinlichkeit sucht, sollte Zypern ernsthaft prüfen. Die Insel bleibt oft deutlich länger sommerlich als viele andere Mittelmeerziele und funktioniert deshalb besonders gut für alle, die Ende September oder im Oktober noch echte Badetage wollen. Praktisch ist die Kombination aus Strandurlaub, unkomplizierter Infrastruktur und guten Ausflugsmöglichkeiten ins Hinterland. Der Charakter ist weniger romantisch-versteckt als auf manchen kleineren Inseln, dafür verlässlich und komfortabel. Für wertorientierte Reisende ist genau diese Planbarkeit oft ein starkes Argument.
Mallorca und die Costa del Sol: unkompliziert, vielseitig, oft besser als ihr Ruf
Mallorca wird im Hochsommer schnell teuer und voll, im September zeigt sich die Insel jedoch oft von ihrer stärksten Seite. Das Wasser ist warm, Buchten und Orte wirken entspannter, und man kann Strandtage gut mit Wanderungen oder Marktbummeln verbinden. Ähnlich attraktiv ist die Costa del Sol für Reisende, die eine einfache Logistik und viel Auswahl schätzen. Beide Ziele sind keine Geheimtipps, aber gerade im Frühherbst muss das kein Nachteil sein: Gute Erreichbarkeit und große Auswahl schaffen häufig den besseren Gegenwert.
Antalya und die türkische Riviera: stark beim Gesamtpaket
Für Reisende, die ein besonders rundes Verhältnis aus Sonne, Komfort und Inklusivleistungen suchen, bleibt die türkische Riviera eine der überzeugendsten Optionen. Im September und oft weit in den Oktober hinein sind die Bedingungen dort sehr badetauglich, während viele Anlagen nach dem Hochsommer attraktiver kalkuliert sind. Das ist besonders interessant für Familien oder Paare, die Planungssicherheit möchten. Wichtig ist eine ehrliche Erwartung: Wer authentische Kleinstadtromantik sucht, ist anderswo besser aufgehoben. Wer Erholung und einfachen Urlaubswert will, liegt hier oft richtig.
Madeira und die Kanaren als Alternative mit Aktivfaktor
Wenn klassischer Strandurlaub nicht alles ist, sind Madeira und einzelne Kanareninseln starke Schulter-Saison-Ziele. Sie liefern im Frühherbst meist milde, angenehme Bedingungen und eignen sich für Reisende, die lieber wandern, Küstenorte erkunden und aktiv unterwegs sind. Madeira ist landschaftlich besonders eindrucksvoll, mit mehr Fokus auf Natur als auf klassische Badetage. Auf den Kanaren kommt es stark auf die Insel an, doch insgesamt gilt: Wer den Sommer verlängern will, ohne sich auf Hitzegarantie verlassen zu müssen, findet hier eine robuste Alternative.
So bucht man ab Wien klug und ohne Schönfärberei
Für Abflüge ab Wien lohnt sich im Frühherbst vor allem Flexibilität. Besonders attraktiv sind oft Reisetermine unter der Woche, Randlagen mit guter Verkehrsanbindung und Hotels, die nicht direkt am bekanntesten Strand liegen. Wer nur mit Handgepäck reist oder Transfers nüchtern gegen Mietwagen rechnet, spart zusätzlich. Entscheidend ist, das Ziel nach Priorität zu wählen: maximales Badewetter eher Kreta, Rhodos, Zypern oder Antalya; mehr Mischung aus Stadt, Kulinarik und leichten Ausflügen eher Mallorca oder Andalusien; mehr Natur und Bewegung eher Madeira oder die Kanaren.
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Carmen · Reisedrop Magazin · 2026-09-28 · Lesezeit ca. 7 Minuten