Home Leave ist die eine Reise, die du nicht ausfallen lässt: Weihnachten bei den Eltern in Manchester, eine Hochzeit in Mumbai, drei Wochen Melbourne, weil die Enkel zu schnell wachsen. Und sie ist meist die teuerste Buchung des Jahres. Nachdem wir Langstreckenpreise ab der Schweiz eine Weile beobachtet haben, können wir sagen: Zwischen guter und schlechter Buchung auf derselben Strecke liegen regelmässig 400 Franken und mehr. So landest du auf der richtigen Seite.
Die goldenen Buchungsfenster, Strecke für Strecke
Für London, Dublin und andere kurze Heimat-Hüpfer reichen sechs bis acht Wochen Vorlauf. Nordamerika ist strenger: Für Sommer und Weihnachten vier bis sechs Monate vorher buchen – Zürich–New York im Dezember ist früher ausverkauft als fast jede andere Strecke. Für Indien buchst du, sobald die Daten stehen; Diwali und die Hochzeitssaison im November und Dezember sind brutal. Australien und Neuseeland sind das Langzeitspiel: Die guten Weihnachtstarife erscheinen um den Juli und sind im September weg.
Direkt ab Zürich – oder ein Stopp und 300 Franken gespart?
SWISS fliegt nonstop nach New York, San Francisco, Mumbai, Delhi, Bangkok und Singapur – wunderbar, und entsprechend bepreist. Ein Zwischenstopp ändert die Rechnung: Turkish Airlines via Istanbul, Emirates via Dubai oder KLM via Amsterdam sind ans gleiche Ziel oft 25 bis 40 Prozent günstiger. Die ehrliche Frage ist, was deine Zeit mit zwei Kindern und Buggy wert ist. Unsere Erfahrung: Unter acht Stunden Gesamtflugzeit den Direktflug nehmen und nicht zurückschauen. Darüber tut ein gut getimter Stopover weniger weh als gedacht – und Istanbul und Dubai sind okay, um sich die Beine zu vertreten.
Die Tage, die dich Geld kosten
Langstrecke hat ihre eigene Wochentags-Logik. Hinflug am Dienstag oder Mittwoch ist konstant am günstigsten; Freitag- und Samstagabflüge kosten Aufpreis, weil dann alle mit einem Job los wollen. Die Rückkehr am Samstag ist oft teurer als der Sonntag-Nachtflug, der dich leicht zerknittert, aber 150 Franken reicher ins Büro bringt. Und wer am 24. oder 25. Dezember selbst fliegen kann statt am Wochenende davor: Die Ersparnis ist real, und die Flughäfen sind gespenstisch ruhig.
Kinder, Gepäck und die Details, die sich summieren
Kinder unter zwei fliegen auf dem Schoss für rund zehn Prozent des Erwachsenentarifs Langstrecke – ab dem zweiten Geburtstag zahlst du den vollen Sitz, also wenn möglich vor dem Geburtstag reisen. Achtung bei den Gepäckregeln: Manche günstig wirkenden Ein-Stopp-Tarife enthalten gar kein Aufgabegepäck – nutzlos, wenn du in beide Richtungen Weihnachtsgeschenke schleppst. Und das Babybett in der Bassinet-Reihe sofort nach der Buchung reservieren, nicht beim Check-in. Diese vier Plätze pro Flieger sind zuerst weg.

Carmen · Reisedrop Magazin · 2026-09-20 · Lesezeit ca. 8 Minuten