Die kurze Antwort: Westliches Mittelmeer für die erste Kreuzfahrt (kurze Anreise ab der Schweiz, grosse Städte), östliches Mittelmeer für griechische Inselträume, Adria für Kultur auf kleinem Raum. Hier der ehrliche Vergleich der drei grossen Routen.
West-Mittelmeer: der perfekte Einstieg
Genua oder Savona als Starthafen (Zug ab Zürich!), dann Rom, Neapel, Sizilien, Barcelona, Marseille: Die West-Route ist das Beste aus Italien, Spanien und Frankreich in einer Woche. Grosse Schiffsauswahl, ganzjährige Abfahrten, faire Preise. Einziger ehrlicher Nachteil: Die Häfen sind gross und die Wege in die Zentren teils lang.
Ost-Mittelmeer: Postkarten-Griechenland
Santorini bei Sonnenuntergang, Mykonos, Kreta, dazu oft Istanbul oder Ephesos: Die Ost-Route ist die fotogenste. Startpunkt meist Athen oder Triest – die Anreise ist also länger und teurer. Dafür gibt es hier die Momente, für die Kreuzfahrten erfunden wurden: die Einfahrt in die Caldera von Santorini vergisst niemand.
Adria: Kultur im Taktfahrplan
Venedig (bzw. Triest/Ravenna), Dubrovnik, Kotor, Korfu: Kurze Distanzen bedeuten mehr Zeit an Land und weniger Seetage. Die Adria ist perfekt für Kulturmenschen und Fotografen – die Einfahrt in die Bucht von Kotor gehört zu den schönsten Europas. Im Juli/August allerdings: voll. Mai oder September wählen.
Welche Route für wen?
Erste Kreuzfahrt oder mit Kindern: West (kurze Anreise, viel Abwechslung). Honeymoon und Insel-Romantik: Ost. Kultur und Architektur: Adria. Und wer nicht wählen kann: Es gibt 10- bis 12-Nächte-Routen, die West und Ost kombinieren – die Königsdisziplin.

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Semih · Reisedrop Magazin · 2026-09-15 · Lesezeit ca. 8 Minuten