Für einen Marathon ins Ausland fliegen? Was vor ein paar Jahren exotisch klang, ist heute einer der am schnellsten wachsenden Reisetrends: Suchanfragen nach «Marathon abroad» sind massiv gestiegen. Race-cation heisst die Mischung aus Wettkampf und Städtereise – und sie hat einen unschlagbaren Vorteil: Du erlebst eine Stadt so, wie es kein Tourist je tut – auf gesperrten Strassen, angefeuert von Zehntausenden.
Diese Marathon-Städte lohnen sich ab der Schweiz am meisten
Die Klassiker Berlin, Paris und Amsterdam sind ab der Schweiz in unter 90 Flugminuten erreichbar und bieten flache, schnelle Strecken – perfekt für die persönliche Bestzeit. Valencia gilt als schnellste Strecke Europas und ist im Dezember angenehm mild. Wer es besonders stimmungsvoll mag: Der Medio Maratón in Lissabon führt über die Brücke des 25. April, und beim Rom-Marathon läufst du am Kolosseum vorbei. Für den Einstieg eignen sich Halbmarathons – weniger Vorbereitungsstress, gleiche Kulisse.
Timing und Budget: Die Startplatz-Falle
Die grossen Läufe sind Monate im Voraus ausgebucht – Startplätze für Berlin oder Paris werden verlost oder sind schnell weg. Sobald dein Startplatz fix ist, gilt: Hotel sofort buchen. In Marathon-Wochenenden verdoppeln sich die Zimmerpreise in Streckennähe regelmässig. Rechne für ein Race-cation-Wochenende ab der Schweiz mit 400 bis 700 Franken (Flug, 2 Nächte, Startgeld) – buchst du früh, geht es deutlich günstiger. Stornierbare Raten sind Pflicht, falls das Training nicht mitspielt.
Läufer-Logistik: Was Race-cations besonders macht
Ein paar Dinge sind anders als bei normalen Städtetrips: Das Hotel sollte maximal 20 Minuten vom Start entfernt sein (am Marathonmorgen fährt kein Taxi durch gesperrte Strassen). Die Anreise gehört auf den Vortag, die Startnummern-Abholung auf der Expo eingeplant. Und der Rückflug frühestens auf den Abend nach dem Lauf – deine Beine werden es dir danken. Die Stadtbesichtigung? Am besten am Tag nach dem Rennen, in gemütlichem Tempo.

Carmen · Reisedrop Magazin · 2026-09-18 · Lesezeit ca. 7 Minuten