Für die Deutschschweiz heisst der Kreuzfahrthafen Basel oder Genua. Für die Romandie liegt die Antwort woanders: Marseille. TGV Lyria ab Genf oder Lausanne, dreieinhalb Stunden, und du bist fünfzehn Taximinuten vom Kreuzfahrtterminal entfernt. Kein Flug, kein Gepäcklimit, kein Stress. Hier der Guide.
Marseille, der unterschätzte Hafen
Marseille ist einer der grössten Kreuzfahrthäfen des Mittelmeers geworden: MSC und Costa stationieren dort ganzjährig Schiffe, mit Sieben-Nächte-Runden nach Spanien, Italien und teils Tunesien oder auf die Balearen. Der Vorteil eines Starthafens: tiefere Einstiegspreise und grössere Kabinenauswahl als bei Zwischenstopps. Einschiffung am Nachmittag – der Morgen-TGV reicht.
Die Routen, die sich lohnen
Die klassische Westmittelmeer-Runde – Marseille, Barcelona, Palma, Rom oder Genua – bleibt die beste erste Kreuzfahrt: fast täglich ein Hafen, wenig reine Seetage, und Rückflüge braucht es keine, weil du am Ausgangspunkt ankommst. Im Winter fahren einzelne Schiffe ab Marseille Richtung Kanaren oder Marokko: zehn bis elf Nächte Sonne ohne Zeitverschiebung.
Die echten Preise, ohne Überraschung
Eine Innenkabine im westlichen Mittelmeer startet in der Nebensaison bei rund 700 bis 900 Franken pro Person und Woche, Vollpension inklusive. Der Balkon kostet 300 bis 500 Franken mehr. Nicht inbegriffen: Getränke, Ausflüge, Trinkgelder – rechne mit 25 bis 40 Franken pro Tag und Person je nach Reederei. Vergleiche immer den Endpreis, nicht den Lockpreis – genau das macht unser Vergleich.
Genua und Savona als italienische Alternative
Ab dem Wallis oder dem Genferseebogen via Simplon ist Genua per Zug machbar (fünf bis sechs Stunden). Costa legt in Savona ab, MSC in Genua. Die Preise liegen auf denselben Runden oft eine Stufe unter Marseille – und Norditalien ist eine Hotelnacht vor der Einschiffung wert. Ehrlich: Fürs erste Mal bleibt Marseille einfacher; für Wiederholungstäter erweitert Genua die Auswahl.

Carmen · Reisedrop Magazin · 2026-09-20 · Lesezeit ca. 7 Minuten